Platzzahl: 6

In die Intensivwohngruppe Esperanza werden jugendliche Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren aufgenommen, die aufgrund traumatischer Erfahrungen schwerwiegende Defizite in psychischer, emotionaler und/oder sozialer Hinsicht zeigen. Das Konzept der WG Esperanza setzt den Schwerpunkt auf traumapädagogische Ansätze: Biografiearbeit, soziale Gruppenarbeit und ein dichtes Maß an Struktur bieten die erforderliche Sicherheit, um sich auf Beziehungen einlassen und damit korrigierende Erfahrungen machen zu können. Ein hohes Maß an Verbindlichkeit, Empathie und pädagogischer Konsequenz prägt das therapeutische Milieu der Gruppe und wirkt sich stabilisierend und fördernd aus. Ein differenzierter und flexibler Stufenplan fördert hierbei sowohl die Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmtheit der Mädchen, als auch das Bewusstsein der Verantwortung für die eigene Person. Schulverweigerinnen bekommen in Kooperation mit den umliegenden Schulen gezielte Unterstützung, um den regelmäßigen Besuch der Schule fortsetzen zu können. Unterstützt und erweitert wird die Arbeit in der Gruppe durch differenzierte therapeutische und diagnostische Angebote unseres Hauses. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die intensive Arbeit mit dem ganzen Familiensystem dar. Hier wird das traumapädagogische Konzept der Gruppe durch ein systemisches Verständnis vom Entstehen und Aufrechterhalten der Problemlagen erweitert. Die regelmäßige Elternberatung zielt auf die Freilegung und Entwicklung von Ressourcen im Familiensystem, die Wiederherstellung der elterlichen Verantwortung und Präsenz sowie der Wiederaufnahme einer tragfähigen Beziehung zwischen Eltern und Jugendlichen.