Mädchenwohngruppen

MOMO

Platzzahl: 9

Aufgenommen werden Mädchen im Alter von 6 – 12 Jahren, die eine sichere Lebens- und Wohnperspektive brauchen. Im Schutzraum eines therapeutischen Gruppenumfeldes und zugeschnitten auf die besonderen Bedürfnisse von Mädchen, bietet die Wohngruppe mit einer liebevollen Atmosphäre einen sicheren Ort, um traumatische Erlebnisse aufarbeiten zu können.

Die Mädchen haben die Chance ihre emotionale, soziale, psychische, sexuelle und körperliche Reifung alters- und geschlechtsspezifisch zu erfahren. Sie lernen durch mädchenpädagogische Angebote ihre Stärken und Schwächen wahrzunehmen, ihre Interessen zu vertreten, sich vor Diskriminierung und Gewalt zu schützen, sich in Konflikten zu behaupten, Selbstbewusstsein zu entwickeln und ihre Identität zu finden. Dieses Angebot ist besonders geeignet für Mädchen mit Gewalt- und Missbrauchserfahrungen. Sie erhalten einen notwendigen Schutzraum, einen Ort sicherer Geborgenheit und des Angenommenseins und entsprechende pädagogische und therapeutische Hilfen zur Aufarbeitung ihrer Traumata.

 

In Zusammenarbeit mit den Eltern, den Jugendämtern und den Mädchen selbst, wird eine individuelle Zukunftsperspektive entwickelt. Es kann sich hierbei um eine Rückführung in die Herkunftsfamilie, um (professionelle) Pflegeeltern oder andere Lebensorte wie z. B. eine Außenwohngruppe handeln.

Daneben steht die Mädchenwohngruppe auch als langfristiger Lebensort zur Verfügung. Dies gilt insbesondere für die Mädchen, die sich dieses wünschen oder bei denen aus fachlicher Sicht ein weiterer Wechsel des Lebensortes vermieden werden soll.

 

 

ESPERANZA

Platzzahl: 6

In die Intensivwohngruppe Esperanza werden jugendliche Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren aufgenommen, die aufgrund traumatischer Erfahrungen schwerwiegende Defizite in psychischer, emotionaler und/oder sozialer Hinsicht zeigen. Das Konzept der WG Esperanza setzt den Schwerpunkt auf traumapädagogische Ansätze: Biografiearbeit, soziale Gruppenarbeit und ein dichtes Maß an Struktur bieten die erforderliche Sicherheit, um sich auf Beziehungen einlassen und damit korrigierende Erfahrungen machen zu können. Ein hohes Maß an Verbindlichkeit, Empathie und pädagogischer Konsequenz prägt das therapeutische Milieu der Gruppe und wirkt sich stabilisierend und fördernd aus. Ein differenzierter und flexibler Stufenplan fördert hierbei sowohl die Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmtheit der Mädchen, als auch das Bewusstsein der Verantwortung für die eigene Person. Schulverweigerinnen bekommen in Kooperation mit den umliegenden Schulen gezielte Unterstützung, um den regelmäßigen Besuch der Schule fortsetzen zu können. Unterstützt und erweitert wird die Arbeit in der Gruppe durch differenzierte therapeutische und diagnostische Angebote unseres Hauses. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die intensive Arbeit mit dem ganzen Familiensystem dar. Hier wird das traumapädagogische Konzept der Gruppe durch ein systemisches Verständnis vom Entstehen und Aufrechterhalten der Problemlagen erweitert. Die regelmäßige Elternberatung zielt auf die Freilegung und Entwicklung von Ressourcen im Familiensystem, die Wiederherstellung der elterlichen Verantwortung und Präsenz sowie der Wiederaufnahme einer tragfähigen Beziehung zwischen Eltern und Jugendlichen.