Stationäre Mutter-Kind-Betreuung
Seit 11 Jahren nehmen wir nicht nur Kinder, sondern auch deren Eltern auf. Der gemeinsame stationäre Aufenthalt von Kindern und Eltern dient der diagnostischen Klärung sowie der Umsetzung einer tragfähigen Perspektive für jedes Kind und seine Eltern.

Unsere Eltern-Kind-Arbeit fand in ganz unterschiedlichen Häusern und Settings statt. Johanne-Walhorn-Weg, Dammeweg und in einem Gebäude auf dem Stammgelände am Mauritz-Lindenweg.

Seit dem 1. Juli 2010 haben wir in einem neuen Eltern-Kind-Haus am Zwi-Schulmann-Weg Platz für 8 Mütter und/oder Vätern mit ihren Kindern.

Zur Zielgruppe gehören weiterhin Kinder bis zu 6 Jahren mit ihren minderjährigen oder volljährigen Müttern oder auch Vätern, die allein für ein Kind zu sorgen haben oder tatsächlich sorgen. In der Regel sind das Multiproblemfamilien mit unterschiedlichsten sozialen, familiären, persönlichen oder psychischen Problemen, die diese intensive Hilfe in stationärer Form benötigen.

Wir wollen gemeinsam mit den Eltern die Zeit des Aufenthalts hier nutzen, um vorhandene Ressourcen der Eltern zu erkennen, zu stärken und auszubauen.

Sie sollen befähigt werden

eine positive Eltern-Kind-Beziehung zu entwickeln
und
ihre Erziehungsaufgaben dem Kind gegenüber angemessen wahrnehmen zu können.

Das gelingt nicht immer und dann beginnt eine Gratwanderung: Die lange Dauer von Sorgerechtsverfahren oder anderen Verfahren bei Familiengerichten ist allgegenwärtig in den Hilfeplangesprächen. Es gibt im deutschen Recht leider kein Beschleunigungsgebot. Aber es gibt das Eltern-Kind-Haus St. Mauritz. Wir helfen den Müttern (und/oder Vätern) bei der Entwicklung und Verwirklichung der Lebenspläne, werden aber das Kind nicht aus dem Blick verlieren und wenn es sein muss rigoros vom Kind aus denken und argumentieren, d.h. konsequent die Interessen des Kindes in den Vordergrund stellen!