PIRAT

Pädagogisch-Intensives Votigier- und Reitangebot

Das Voltigieren findet ganzjährig, momentan immer mittwochs von 14:30- 16:30 Uhr, unweit vom Mauritz-Lindenweg auf dem Hof Meckmann- Dorsel in Münster statt.

Zwei Dipl. Sozialpädagoginnen sind für die Durchführung des Angebots verantwortlich. Bei dem Voltigierpferd handelt es sich um ein bei der Familie Meckmann- Dorsel eingestalltes, 10 jähriges Privatpferd westfälischer Abstammung mit dem Namen „Pirat“.

1. Grundgedanken – Was ist Voltigieren?

Voltigieren ist der Oberbegriff für gymnastische, turnerische Übungen auf dem Pferd; es vereinen sich Kraft, Eleganz und Geschmeidigkeit.

Voltigier- (Reit)sport ist zunächst grundsätzlich dazu geeignet Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Pferden zu ermöglichen bzw. zu erlernen.

Das Pferd fungiert als Medium bei der Vermittlung gewünschter Aktivitäten. Das Voltigieren (Reiten) versteht sich als ein Dialog zwischen Mensch und Pferd, in dem Bewegung sehen, Balancegefühl und Bewegungsbereitschaft eine wichtige Rolle spielen. Es bietet hervorragende Möglichkeiten, frühzeitig  soziales Verhalten einzuüben.

2. Inhalte und Ziele

Das Voltigieren im Kinderheim St. Mauritz ist ein reines Freizeitangebot, in deren Mittelpunkt der Spaß am Umgang mit dem Pferd steht. Der Voltigierunterricht setzt sich aus vier Bausteinen zusammen:

A) Versorgung des Pferdes vor und nach dem Unterricht (30-40 Minuten)
B) Einleitung/ Einstimmung (10-15 Minuten):  Allgemeines Aufwärmen, Dehnungs- und Kräftigungsübungen, Lösen des Pferdes
C) Hauptteil (30-45 Minuten):befasst sich schwerpunktmäßig mit dem eigentlichen Thema des gesetzten Lernziels der Stunde
D) Ausklang (10-15 Minuten): Auflockerung und Erholung, Spiele mit und ohne Pferd

Für die verschiedenen Bausteine werden unterschiedliche Materialien eingesetzt. Diese haben einen hohen Aufforderungscharakter und steigern so die Motivation der Kinder und Jugendlichen. Bei den Materialien handelt es sich um Pezzibälle, Terrabänder, Reifen,Tücher, Seile, Cavalettis.Der Erwerb von reiterlichen Kenntnissen und die Rolle des Pferdes als Partner stehen im Mittelpunkt der Voltigierstunde.

Voltigierunterricht ist Erlebnis-, Bewegungs- und Lebensschulung, Sicherheits- und Gesundheitserziehung und Natur- und Umwelterziehung.

Da im Zentrum der Arbeit das Pferd steht, wird von den Kindern und Jugendlichen in erster Linie Rücksicht und Einfühlungsvermögen gefordert. Weitere Lerneffekte bzw. Lernziele stammen aus folgenden Bereichen:

A) motorischer Bereich: Entwicklung von Körperbewusstsein, Förderung von Grob- und Feinmotorik, Beweglichkeit, Schulung von koordinativen Fähigkeiten (Balance, Takt- und Rhythmusgefühl, Raumorientierung u. Ä.)

 

B) kognitiver Bereich: Förderung der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit, Gedächtnisschulung, Wahrnehmungsförderung, Förderung von Kreativität und Phantasie

C) emotionaler und sozialer Bereich: Förderung von Ich-, Sach- und Sozialkompetenz, Angstbewältigung, Stärkung des Selbstbewusstseins, Erlernen von Geduld und Ausdauer, Förderung des Einfühlungsvermögens, Übernahme von Verantwortung.

Pferd, Voltigierer und Longenführer (Gruppenleiter) beeinflussen sich beim Voltigieren gegenseitig und bilden eine Einheit. Die Gruppenleiter arbeiten sportfachlich, pädagogisch und organisatorisch.