Die heilpädagogische Übungsbehandlung ist eine methodische Hilfe für Kinder, die in ihrer Entwicklung von seelischer Behinderung bedroht oder behindert sind. Sie ist auf die Gesamtförderung des beeinträchtigten Kindes gerichtet und findet über einen längeren Zeitraum regelmäßig mindestens 1 x wöchentlich für 1 Stunde mit einem Kind in einem dafür eigens ausgestatteten Therapieraum statt. Nach der diagnostischen Erhebung des kindlichen Entwicklungsstandes bildet die Entwicklung einer verläßlichen Beziehung zwischen Kind und Heilpädagogin die Grundlage. In strukturierten und freien Spielsequenzen kann das Kind seine Bedürfnisse und Fähigkeiten erleben. Sensomotorische, emotionale, soziale und intellektuelle Fähigkeiten sollen geweckt und gefördert werden mit dem Ziel, die Ich-Entwicklung des Kindes optimal zu unterstützen. Methodisch werden angewandt: Sinnesspiele zur Förderung der basalen Wahrnehmung und Sprache, Rollen- und Puppenspiele, Malen, Bauen, Matschen im Sandkasten und lebenspraktische übungen.