Wir suchen neue Pflegefamilien!

Unser nächster Infoabend findet am

16.01.2018 um 19:00 Uhr

in der
Kinder-und Jugendhilfe St. Mauritz statt.

Weitere Infos bei:
Benno Schweizer
Dipl.-Pädagoge
Tel.: 0251 / 13304-13  oder E-Mail: schweizer@st-mauritz.de

Westfälische Pflegefamilie – Ein neuer Lebensort

Mit Pflegekindern gemeinsam leben, ihnen ein Zuhause zu geben, ist vielfältig, bunt und anspruchsvoll. Für viele Familien erfüllt sich mit der Aufnahme eines Pflegekindes in das eigene Zuhause eine Lebensidee, die oftmals das Ergebnis eines längeren Prozesses unter den Familienangehörigen ist.

In der Rückschau sagen viele Pflegeeltern immer wieder den Satz: „Das haben wir richtig gemacht, wir würden es jederzeit wieder tun.“ Ergänzend dazu sagen sie:

„Ohne Humor kommt man nicht weit!“
„Unsere Familie wurde auf den Kopf gestellt!“
„Es ist eine große Herausforderung!“

Was sind Westfälische Pflegefamilien?

„Westfälische Pflegefamilien“ sind Familien, die sich der Aufgabe stellen, in ihrer Entwicklung besonders beeinträchtigte Mädchen und Jungen in ihr Zuhause aufzunehmen und ihnen einen sicheren und geschützten Lebensort anzubieten.

Für Kinder mit Behinderungen in ihrer geistigen oder körperlichen Entwicklung ist dieses Familienangebot ebenfalls in besonderer Weise geeignet

Westfälische Pflegefamilien nach §33 Satz 2, SGB VIII

Was ist das Besondere an der Aufgabe, eine Westfälische Pflegefamilie zu sein?

Kinder haben in aller Regel eine belastende bzw. traumatische Lebensgeschichte.

Sie wurden oftmals in frühester Kindheit vernachlässigt, erlebten keine befriedigenden Bindungsangebote, wurden mitunter körperlich oder seelisch misshandelt oder auch sexuell missbraucht.

Diese Erfahrungen führen nachhaltig zu starken seelischen Verletzungen. Oftmals entwickeln die Kinder zum eigenen Überleben – vielfach unverständliche – Strategien und Verhaltensweisen, die nicht leicht zu ertragen sind. Pflegekinder sind geprägt durch ihre Erfahrungen und zeigen oft andere Verhaltensweisen als Pflegeeltern es erwarten.

Pflegeeltern, die sich zutrauen, Kinder mit seelischen Verletzungen zu sich zu nehmen, sollten darauf eingestellt sein, dass sie in ihrer persönlichen Haltung sehr gefordert werden.Traumatische Erfahrungen verändern das Denken, die Gefühle und die Verhaltensweisen der Kinder, sie reagieren oftmals unverständlich.

Die Aufgabe von Pflegeeltern ist es, die traumatischen Hintergründe in ihr Verständnis von Beziehung, Erziehung und Alltagsleben mit aufzunehmen.

Damit das Mögliche entsteht, müssen wir immer wieder das Unmögliche wagen.

Was können Westfälische Pflegefamilien von uns erwarten?

 

  • Vorbereitung und Qualifizierung

Unsere Grundhaltung ist: Die Pflegefamilie ist ein heilender Ort. Dort kann sich das Kind von traumatischen Erfahrungen erholen – neue, korrigierende und verlässliche Bindungserfahrungen mit den Pflegeeltern erleben.

Was bekommen Sie?

  • Wir beraten und begleiten Sie
  • Wir fördern den Austausch mit anderen Pflegeeltern durch
    • Arbeitskreise
    • Fortbildungen
    • Freizeitangebote
    • Feste
    • monatliches Pflegegeld
    •  einen Teil des Kindergeldes

 Was erwarten wir?

  • Wir erwarten nicht die perfekten Bewerber und nicht die ideale Familie.
  • Wir erwarten eine Offenheit und Neugier gegenüber Neuem; die Bereitschaft, sich mit ungewöhnlichen Kindern auseinanderzusetzen.
  • Das Wohl des Kindes immer fest im Blick und sich bewusst sein, dass es wichtig ist kleinschrittige und realistische Ziele gemeinsam miteinander abzustimmen. Das setzt die Bereitschaft zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit in Ihrem Zuhause und gegenüber unserer Einrichtung und weiteren Fachstellen (Jugendamt, Vormund, Schule etc.) voraus.

Wir freuen uns, wenn wir Sie für diese wertvolle pädagogische Arbeit gewinnen können.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Ansprechpartner

Benno Schweizer

Dipl.-Pädagoge, Co-Berater, Supervisor,
Traumapädagoge
0251 13304-13
schweizer@st-mauritz.de

Barbara Lehnerts

Dipl.-Sozialpädagogin, Traumapädagogin,
Systemische Familienberaterin
0251 13304-27
lehnerts@st-mauritz.de

Dorothee Even

Dipl.-Sozialpädagogin, Supervisorin
0251 13304-17
even@st-mauritz.de

Nicole Kortenbusch

Dipl.-Sozialpädagogin, Traumapädagogin,
Systemische Familienberaterin
0251 13304-17
kortenbusch@st-mauritz.de

Karin Klomfas

Dipl.-Sozialpädagogin, Traumapädagogin
0251 13304-50
slg-klomfas@st-mauritz.de

Ingeborg Mohring

Dipl.-Heilpädagogin
0251 13304-49
mohring@st-mauritz.de

Anja Jung

WPF-Beraterin
0251 13304-50
jung@st-mauritz.de

Gerda Henning

Dipl.-Heilpädagogin, Traumapädagogin,
Systemische Familienberaterin
0251 13304-55
henning@st-mauritz.de