Seit dem Jahr 2016 bietet die Jugendwohngruppe Joseph Haydn acht unbegleiteten geflüchteten Jungen ab 12 Jahren ein neues Zuhause in ihrem Zweifamilienhaus an der Joseph-Haydn-Straße. Sie werden in der Gruppe von einem fünfköpfigen professionellen Team rund um die Uhr begleitet. Unter der Berücksichtigung individueller, kultureller und religiöser Besonderheiten und dem gleichzeitigem Heranführen an die hiesigen Lebensgewohnheiten bekommen die Jugendlichen hier einen sicheren Ort geboten. In der Gruppe erfahren sie Förderung, Anerkennung und Geborgenheit, sie erhalten dadurch die Möglichkeit, sich in Deutschland zurecht zu finden und sich zu beheimaten. Neben der Schule ist die Gruppe für die Jungen ein zentraler Bildungsort, an dem sie unter anderem auch individuelle Sprach- und Alltagsförderung erhalten. Ein wesentlicher Baustein der pädagogischen Arbeit der Gruppe ist das traumapädagogische Konzept der Kinder- und Jugendhilfe St. Mauritz, welches unmittelbar Anwendung im Lebensalltag der Gruppe findet. Feste Sportangebote im Bereich Fußball und Kickboxen sowie die Teilnahme an erlebnispädagogischen Wettbewerben als auch das Feiern von Nachbarschafts- und religiösen Festen sind für die Jungen im Gruppenalltag fest verankert. Der interreligiöse Austausch ist ebenso ein wesentlicher Bestandteil im Gruppenleben. Darüber hinaus ist das gemeinsame Kochen landestypischer Gerichte Alltag. Der Gruppenzusammenhalt wird mit gemeinsamen sozialen Projekten und Freizeitaktionen gefördert.